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Schlafmedizin
Insomnien

Rund ein Viertel der Bevölkerung leidet gelegentlich oder auch dauernd unter Schlafstörungen. Trotz ihrer Häufigkeit sind Insomnien nicht ganz einfach zu diagnostizieren und zu behandeln. Zunächst einmal müssen organische oder psychiatrische Erkrankungen im Gespräch oder auch durch andere geeignete diagnostische Verfahren ausgeschlossen werden. Es gibt Probleme des gestörten Altersschlafes, Probleme akuter Schlaflosigkeit, Probleme infolge beruflicher Belastung...

Die genaue Analyse kann nur von einem versierten Schlafmediziner durchgeführt werden, der alle Facetten dieser Erkrankung kennt. In der Regel sollte eine Insomnie durch eine Schlaflaboruntersuchung bestätigt bzw. andere zur eingeschränkten Tagesbefindlichkeit führende Störungen des Schlafes ausgeschlossen werden.

Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Störung. Grundsätzlich sollten vor dem medikamentösen Eingriff andere nicht medikamentöse Maßnahmen unternommen werden. Erst bei fehlendem Erfolg dieser Maßnahmen sind Medikamente angebracht, die zeitlich befristet einzusetzen sind und den Erholungswert des Schlafes sichern sollen.

Therapie der nicht organischen Insomnie

Schlafhygiene

Regelmäßige Schlafzeiten
Bettzeiten nicht länger als maximal 8 Stunden
Abgedunkeltes, ruhiges Zimmer
Schlafzimmer-Temperatur 15 - 18 C
Keine größeren Malzeiten in den letzten 3 Stunden vorm Zubettgehen
Nicht hungrig ins Bett
Meiden von schwarzem Tee, Kaffee und größere Mengen Alkohol am Abend
Meiden von Nikotin
Keine dauernde Einnahme von Schlafmitteln
Täglich 30 min sportliche Aktivität
Kein „krampfhafter“ Versuch einzuschlafen; aufstehen und bei auftretender Müdigkeit wieder ins Bett
Nicht auf die Uhr schauen

Nicht medikamentöse Therapie

Entspannungstechniken / -übungen
Optimierung des Schlafzeitpunktes
Paradoxe Intention
Stimuluskontrolle: „Das Bett ist nur zum Schlafen da“ (Nur bei Müdigkeit ins Bett; bei Einschlaf - oder Durchschlafproblematik aufstehen und erst bei Müdigkeit wieder ins Bett; keine anderen Aktivitäten, z.B. Fernsehen, Essen etc, im Bett; morgens immer zur gleichen Zeit aufstehen; kein Tagschlaf).
Schlafrestriktion
Biofeedback
Kognitiv-behaviorale Behandlung

Medikamentöse Therapie

Phytopharmaka
Wirkstoffe: Baldrian, Melisse, Hopfen. Gute Verträglichkeit. Nur geringe hypnotische Wirkung.

Aminosäuren, Hormone
Wirkstoffe: Tryptophan, Melatonin. Geringe hypnotische Wirkung. Komplexe Wirkmechanismen noch nicht bekannt.

Benzodiazepine
Wirkstoffbeispiele: Lormetazepam, Temazepam, Flurazepam. Gute hypnotische Wirkung. NW: REM und NREM 3 und 4 - Unterdrückung; Abhängigkeitspotential; Rebound-Insomnie. Paradoxe Reaktionen.

Benzodiazepin-Rezeptoragonisten
Wirkstoffe: Zolpidem, Zopiclone, Zaleplon. Gute hypnotische Wirkung. ähnliche NW wie die Benzodiazepine, aber wesentlich geringer; deutlich geringeres Potential für Abhängigkeit und Toleranzentwicklung.

Antidepressiva
Wirkstoffbeispiele: Doxepin, Trimipramin, Trazodon, Mirtazapin. Leichte hypnotische Wirkung. Kein negativer Einfluss auf die Schlafarchitektur. Keine Abhängigkeit.

Antihistaminika
Wirkstoffe: Doxylamin, Diphenhydramin. Leichte hypnotische Wirkung.

Neuroleptika:
Wirkstoffbeispiele: Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon. Hypnotische Wirkung nicht sicher belegt. Gut in der Geriatrie bei nächtlicher Verwirrung.

Dr. Schlenker, Gehler, 29.Oktober 2001
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