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Schlafmedizin
Schlafbezogene Atmungsstörungen

z.B. Schlafapnoe-Syndrom, lautes unregelmäßiges Schnarchen, Atemaussetzer und Tagesmüdigkeit sind die Hauptsymptome des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms.

Einengung oder kompletter Verschluß der Atemwege im Rachenbereich führen zum Atemstillstand.In der Folge dieses Atemstillstandes sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, und es treten im Brustkorb starke Schwankungen auf. Diese wiederkehrenden Atemstillstände stellen für den Organismus eine Notsituation dar, so dass kein normaler Schlaf entstehen kann, und der Patient sich ständig zwischen Wach- und Leichtschlafphasen befindet. Subjektiv nimmt der Betroffene dieses aber gar nicht wahr, sondern er meint "wie ein Bär" zu schlafen.

Folgen der Erkrankung sind hoher Blutdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arbeits- und Verkehrsunfälle, Depression, Impotenz und viele weitere.

In der Regel erfolgt die Vordiagnostik der Erkrankung durch eine sogenannte ambulante Polygraphie, d.h. die Registrierung der Atmung und der Herzfrequenz sowie des Sauerstoffes mit einem kleinen, mobilen Gerät, das der Patient mit nach Hause nimmt.

Bei Bestätigung der Erkrankung müssen die Patienten auf mögliche Eigen- und Fremdgefährdung durch ihre Tagesschläfrigkeit aufmerksam gemacht werden. potentiell gefährdende Tätigkeiten, d.h. Autofahren, Bedienen von Maschinen etc. sind so lange verboten, bis ein ausreichender Theapieerfolg eingetreten ist.

Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine lebensgefährliche Erkrankung. Tagesschläfrigkeit ist mit 24% die häufigste Ursache für tödliche Unfälle auf deutschen Autobahnen. Darüber hinaus können schlafgebundene Atmungsstörungen zu Herzrhythmusstörungen und pulmonale Hypertonie mit Rechtsherzinsuffizienz führen.

Das Schlafapnoe- Syndrom kann sicher und effektiv durch erfahrene bzw. darauf spezialisierte ärzte behandelt werden. Von Kritikern wurde noch bis vor kurzem die Krankheitsbedeutung angezweifelt. Heute kann kein seriöser Mediziner mehr die Zusammenhänge zwischen Schlafapnoe und hohem Blutdruck, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörung, Schlaganfall und den damit verbundenen Todesfällen bestreiten.

Die Erkrankung kann gut behandelt werden mittels einer nächtlichen überdruckbeatmung,die über eine Nasenmaske erfolgt.

Dr. Schlenker, 29.Oktober 2001
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