Navigation
Was ist
Schlafmedizin?

Schlafstörungen
Narkolepsie
Insomnien
Bruxismus (Knirscher)
Restless-Legs
Schlafapnoe

Schlaf aktuell
Schlaflabor
Schlafmedizin
Rund um den Schlaf

Wir über uns
Anfahrt
Kontakt

Impressum



Schlafmedizin
Was ist Schlafmedizin?

Epidemiologische Untersuchung (Untersuchung zur Häufigkeit und Verteilung von Erkrankungen) haben in den Industrieländern gezeigt, dass 10 bis 20% der Gesamtbevölkerung unter Schlaf-Wach-Störungen leiden, die behandlungsbedürftig sind.
Die aus Schlafstörungen resultierende Tagesmüdigkeit führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und zunehmend wird exzessive Schläfrigkeit als Ursache folgenschwerer Verkehrs- und Arbeitsunfälle erkannt. Auch bei großen Katastrophen (Schiffsunglücke, Explosionen, Tschernobyl), bei denen sogenanntes menschliches Versagen eine Rolle spielte, werden übermüdung infolge von Schlafstörungen angenommen.

Bekannt sind über 80 verschiedene Schlafstörungen. Mit über 50% aller Erkrankungen stellen schlafbezogene Atmungsstörungen (Schnarchen, Atemaussetzer, Einschlafneigung am Tage) den größten Anteil.

Betrachtet man allein die Kosten für diese Erkrankung (Schlafapnoe-Syndrom), dann wird die immense volkswirtschaftliche Bedeutung neben den natürlich im Vordergrund stehenden Einzelschicksalen klar. In den USA lagen z.B. 1992 die Kosten der unbehandelten Krankheit bei ca. 47 Milliarden Dollar. Die Kosten der unbehandelten Erkrankungen werden in Deutschland auf ca. 100 Milliarden DM jährlich geschätzt. Legt man die direkten Folgekosten aller Schlafstörungen zugrunde, liegen die Expertenschätzungen bei 400 Milliarden DM jährlich für die Bundesrepublik Deutschland!

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf! Dieser wenig beachteten Tatsache wurde in der Vergangenheit zu wenig Bedeutung beigemessen. Heute ist bekannt, dass eine Vielzahl von Erkrankungen im Schlaf entsteht bzw. durch Störungen des Schlafes negativ beeinflusst werden. Leider beschränkt sich noch allzu oft die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen auf die Tageszeit, was allerdings der Krankheitsphysiologie nicht entgegenkommt.
Unser Leben wird bestimmt durch den ständigen Wechsel zwischen Wachsein und Schlafen, wobei die Schlafphase eine entscheidende Zäsur in der zirkadianen Rhythmik darstellt. Trotz dieser Jahrhunderte alten Erkenntnis fehlen bis in die letzten Jahrzehnte systematische Untersuchungen zur Bedeutung des Schlafes in der Medizin. Erst in den letzten 15 Jahren wurden systematische Untersuchungen des Schlafes durchgeführt.

Die Schlafmedizin beinhaltet die Lehre vom gestörten oder kranken Schlaf als entscheidender und auslösender Faktor zahlreicher Erkrankungen oder krankheitslenkender Teilfaktor bei z.B. internistischen, neurologischen, psychiatrischen oder anderen Erkrankungen.

Dr. Schlenker, Gehler, 29.Oktober 2001
Tipp der Woche!


von: Jürgen Zulley, Barbara Knab